"Tiefes Fachwissen, kreative Lösungen und unkomplizierter Umgang" (The Legal 500, Deutschland 2015)

The Legal 500 empfiehlt uns erneut als "führende Kanzlei" in dem Praxisbereich Medien – Entertainment, Deutschland 2015:

"KVLEGAL besticht durch ‘tiefes Fachwissen, kreative Lösungen und den unkomplizierten Umgang’ sowie ‘eine außergewöhnlich persönliche Betreuung der Mandate’. Mit einer klaren Fokussierung auf Urheberrecht und einer angesehen Prozessführungspraxis konnte die Kanzlei auch 2014 wieder einen beachtlichen Mandatszuwachs in allen Branchen des Mediensektors verzeichnen. So berät man unter anderem den Musikstreamingdienst simfy im Urheberrecht und bezüglich eCommerce-Fragestellungen und vertrat einen Filmproduzenten gegen die Verwertungsgesellschaft für Film und Förderung in einem Verfahren zur Nachausschüttung. Urs Verweyen wird für seine ‘lösungsorientierten Vorschläge und sein offensives Vorgehen’ geschätzt und Christlieb Klages wird besonders häufig für seine ‘langjährige Branchenkenntnis und hervorragende Vernetzung’ hervorgehoben."

Die Empfehlung von The legal 500, einem der angesehensten internationalen Anwaltsrankings, beruht auf dem umfangreichen Feedback von Mandaten und Kollegen – Ihnen allen: Danke! Wir werden weiterhin Alles für Ihre Zufriedenheit und ein gute Zusammenarbeit tun!

"Starke und sichere anwaltliche Unterstützung und Vertretung" (Mandanten / JUVE 2014/15)

Erneut führt uns JUVE für die Bereiche unserer Spezialisierung im Vertrags- und Urheberrecht als eine der Top-50-Kanzleien im Bereich Medien, Technologie und Kommunikation: Vertrags- und Urheberrecht 2014/15:

"Die geschätzte Medienboutique ist immer wieder in Grundsatzverfahren zu sehen. Prominente Beispiele sind die Vertretung der AGDok gg. den MDR bzw. die Verwertungsgesellschaft VFF wg. der VFF Klausel u. des Verteilungsschlüssels der VFF. Daneben steht das Brot- u.- Butter-Geschäft, das KVLegal v.a. aus der Beratung im E-Commerce generiert. Ihren urheberrechtl. Schwerpunkt hat sie weiter in der Film- u. Musikbranche, wo Klages regelm. für digitale Dienste wie Simfy aktiv ist. Mandanten lobten zuletzt die 'starke u. sichere anwaltl. Unterstützung u. Vertretung'. ...

Schwerpunkt auf urheberrechtl. Beratung, v.a. im Zshg. mit Geräteabgaben u. Haftung von Videoportalen, starke Schnittstelle zu IT- u. Internetrecht, regelm. gerichtl. Vertretung; Mandanten: Verbände, Onlineplattformen u. (Drehbuch-) Autoren. Zudem Vertretung von Künstlern, Journalisten u. Unternehmen im Presse- u. Äußerungsrecht. ..."

Die JUVE-Bewertung erfolgt u.a. aufgrund umfangreichen Feedbacks von Mandaten und Kollegen: Ihnen allen: Danke! Wir werden weiterhin Alles für Ihre Zufriedenheit und ein gute Zusammenarbeit tun!

OVG Schleswig: Wirtschaftsakademie kann vom ULD nicht zur Abschaltung ihrer Facebook-Fanpage verpflichtet werden

nachfolgend die Preesemitteilung des OVG Schleswig Hollsteins vom 05.09.2014:

Der Betreiber einer Facebook-Fanpage ist für die allein von Facebook vorgenommene Verarbeitung personenbezogener Daten von Besuchern der Fanpage datenschutzrechtlich nicht verantwortlich, denn er hat keinen Einfluss auf die technische und rechtliche Ausgestaltung der Datenverarbeitung durch Facebook. Dass er von Facebook anonyme Statistikdaten über Nutzer erhält, begründet keine datenschutzrechtliche Mitverantwortung. Das ULD als Datenschutzaufsichtsbehörde darf den Fanpagebetreiber deshalb nicht zur Deaktivierung seiner Fanpage verpflichten.

Dies hat der 4. Senat des Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgerichts mit Urteil vom 4. September 2014 entschieden und damit die Berufung des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD) gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Schleswig vom 09. Oktober 2013 zurückgewiesen. Seine Anordnung Ende 2011 gegenüber der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein GmbH, deren Facebook-Fanpage zu deaktivieren, hatte das ULD mit datenschutzrechtlichen Verstößen von Facebook - insbesondere einer fehlenden Widerspruchsmöglichkeit von Nutzern nach dem Telemediengesetz gegen die Erstellung von Nutzungsprofilen - begründet. Nach Auffassung des Oberverwaltungsgerichts war diese Anordnung des ULD auch bereits deshalb rechtswidrig, weil vor einer Untersagungsverfügung an einen datenschutzrechtlich Verantwortlichen erst ein abgestuftes Verfahren einzuhalten ist, in dem zunächst eine Umgestaltung der Datenverarbeitung angeordnet und ein Zwangsgeld verhängt werden muss. Eine rechtlich grundsätzlich denkbare Ausnahmesituation hiervon lag nicht vor.

Das Oberverwaltungsgericht hat wegen grundsätzlicher Bedeutung die Revision gegen das Urteil (Az.: 4 LB 20/13) zugelassen. Diese kann innerhalb eines Monats nach Zustellung der schriftlichen Urteilsgründe eingelegt werden.

BGH: Kein Anspruch auf Auskunft über Anmeldedaten gegen den Betreiber eines Internetportals (Urteil vom 1. Juli 2014, Az. VI ZR 345/13)

Der BGH hat heute entschieden, dass eine durch einen Beitrag in einem Internetforum in ihren Persönlichkeitsrechten verletzte Person keinen Anspruch gegen den Betreiber des Internetportals (dort: eines Ärzte-Bewertungsportals) auf Herausgabe bzw. Bekanntgabe der Anmeldedaten derjenigen Person hat, die den ehrenrührigen Forums-Beitrag verfasst hat.

Hingegen besteht nach Ansicht der  Eingangsinstanz (LG Stuttgart) ein Unterlassungsanspruch gegen den Portalbetreiber, wonach dieser die (weitere) Verbreitung der rechtsverletzenden Behauptungen zu unterlassen hat.

 

Dazu die Pressemeldung des BGH:

Bundesgerichtshof, Mitteilung der Pressestelle Nr. 102/2014 vom 01.07.2014

Kein Anspruch auf Auskunft über Anmeldedaten gegen den Betreiber eines Internetportals

Der für das Recht der unerlaubten Handlung zuständige VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hatte darüber zu befinden, ob der in seinem Persönlichkeitsrecht Verletzte von dem Betreiber eines Internetportals Auskunft über die bei ihm hinterlegten Anmeldedaten des Verletzers beanspruchen kann.

Der Kläger, ein frei praktizierender Arzt, machte einen Auskunftsanspruch gegen die Beklagte geltend. Diese ist Betreiberin eines Internetportals, das Bewertungen von Ärzten ermöglicht.

Im November 2011 entdeckte der Kläger auf der Internetseite der Beklagten eine Bewertung, in der über ihn verschiedene unwahre Behauptungen aufgestellt wurden. Im Juni 2012 wurden weitere, den Kläger betreffende Bewertungen mit unwahren Tatsachenbehauptungen veröffentlicht. Auf sein Verlangen hin wurden die Bewertungen jeweils von der Beklagten gelöscht. Am 4. Juli 2012 erschien (jedenfalls) bis November 2012 erneut eine Bewertung mit den von dem Kläger bereits beanstandeten Inhalten.

Das Landgericht hat die Beklagte zur Unterlassung der Verbreitung der vom Kläger beanstandeten Behauptungen und zur Auskunft über Name und Anschrift des Verfassers der Bewertung vom 4. Juli 2012 verurteilt. Die dagegen gerichtete Berufung der Beklagten hatte keinen Erfolg. Das Oberlandesgericht hat einen Auskunftsanspruch des Klägers gegen die Beklagte wegen der bei ihr hinterlegten Anmeldedaten des Verletzers gemäß §§ 242, 259, 260 BGB bejaht. § 13 Abs. 6 Satz 1 TMG*, wonach ein Diensteanbieter die Nutzung von Telemedien anonym oder unter Pseudonym zu ermöglichen hat, soweit dies technisch möglich und zumutbar ist, schließe den allgemeinen Auskunftsanspruch nicht aus.

Mit der vom Oberlandesgericht beschränkt auf den Auskunftsanspruch zugelassenen Revision verfolgte die Beklagte ihren Antrag auf Abweisung der Klage – im Umfang der Zulassung - weiter.

Die Revision hatte Erfolg. Der Bundesgerichtshof hat die Klage auf Auskunftserteilung abgewiesen.

Der Betreiber eines Internetportals ist in Ermangelung einer gesetzlichen Ermächtigungsgrundlage im Sinne des § 12 Abs. 2 TMG grundsätzlich nicht befugt, ohne Einwilligung des Nutzers dessen personenbezogene Daten zur Erfüllung eines Auskunftsanspruchs wegen einer Persönlichkeitsrechtsverletzung an den Betroffenen zu übermitteln.

Nach dem Gebot der engen Zweckbindung des § 12 Abs. 2 TMG dürfen für die Bereitstellung von Telemedien erhobene personenbezogene Daten für andere Zwecke nur verwendet werden, soweit eine Rechtsvorschrift dies erlaubt oder der Nutzer - was hier nicht in Rede stand - eingewilligt hat. Ein Verwenden im Sinne des § 12 Abs. 2 TMG stellt auch eine Übermittlung an Dritte dar. Eine Erlaubnis durch Rechtsvorschrift kommt außerhalb des Telemediengesetzes nach dem Gesetzeswortlaut lediglich dann in Betracht, wenn sich eine solche Vorschrift ausdrücklich auf Telemedien bezieht. Eine solche Vorschrift hat der Gesetzgeber bisher – bewusst – nicht geschaffen.

Dem durch persönlichkeitsrechtsverletzende Inhalte einer Internetseite Betroffenen kann allerdings ein Unterlassungsanspruch gegen den Diensteanbieter zustehen (vgl. Senatsurteil vom 25. Oktober 2011 – VI ZR 93/10, BGHZ 191, 219), den das Oberlandesgericht im Streitfall auch bejaht hat. Darüber hinaus darf der Diensteanbieter nach § 14 Abs. 2, § 15 Abs. 5 Satz 4 Telemediengesetz (TMG) auf Anordnung der zuständigen Stellen im Einzelfall Auskunft über Bestands-, Nutzungs- und Abrechnungsdaten erteilen, soweit dies u. a. für Zwecke der Strafverfolgung erforderlich ist.

Urteil vom 1. Juli 2014 - VI ZR 345/13

LG Stuttgart - Urteil vom 11. Januar 2013 - 11 O 172/12

OLG Stuttgart - Urteil vom 26. Juni 2013 - 4 U 28/13

Karlsruhe, den 1. Juli 2014

Pressestelle des Bundesgerichtshofs
76125 Karlsruhe
Telefon (0721) 159-5013
Telefax (0721) 159-5501

Umsetzung der EU-Verbraucherrechterichtlinie am 13. Juni 2014 – dringender Handlungsbedarf für Shopbetreiber

Je größer und umfangreicher die Möglichkeiten des www, umso mehr Unsicherheiten und Fallstricke für Verbraucher. Aufgrund der stetig zunehmenden Vorliebe des Verbrauchers für im Internet bestellte Waren – welche dem E-Commerce zu einer Steigerung der Umsätze von knapp 50 % in den letzen 4 Jahren verhalf, vgl. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/3979/umfrage/e-commerce-umsatz-in-deutschland-seit-1999/, hat die EU die Vorgaben für Webshops und Online-Dienstleister zu Gunsten des Verbrauchers stark verschärft.

So hat jeder Webshopbetreiber mit Inkrafttreten der neuen gesetzlichen Regelungen am 13. Juni 2014 dem Verbraucher gegenüber in großem Umfang neue Informationspflichten zu erbringen, welche in vielen Fällen eine Umstrukturierung des Bestellvorgangs und Vertragsschlusses erforderlichen machen werden. Die Informationspflichten reichen von umfangreicheren Zahlungs- und Lieferinformationen über den zusätzlichen Hinweis auf Eingabekontrollen bis hin zu verschärften Anforderungen an Formulierungen und Seitenaufbau von Shops.

Vor allem aber ergeben sich durch die Gesetzesänderung Neuerungen im Bereich des Widerrufsrechts, über dessen Bedingungen, Fristen und Verfahren der Verbraucher vom Shopbetreiber in nahezu allen Stadien des Bestellvorgangs besonders umfangreich informiert werden muss. Auch muss der Verbraucher zukünftig etwa seinen Widerruf ausdrücklich erklären, eine bloße Rücksendung der bestellten Waren wird nicht mehr als Widerruf gewertet. Doch auch den Unternehmer treffen im Vergleich zur bisherigen Gesetzeslage weitergehende Pflichten, wie etwa die Pflicht zur Übernahme der Rücksendekosten.

Weiterhin wird auch in Zukunft zu Gunsten des Verbrauchers der Datenschutz verschärft, (Stichwort: u.a. Double-Opt-In-Verfahren), sodass Shopbetreiber auch hier rechtzeitig entsprechende Maßnahmen ergreifen müssen, um das Risiko von Abmahnungen aufgrund Verstößen gegen Datenschutzbestimmung zu minimieren.

Was eine sinnvolle Erweiterung des Verbraucherschutzes darstellt, bedeutet für Shopbetreiber das steigende Risiko, aufgrund fehlerhafter oder unvollständiger Umsetzung der Vorgaben des Gesetzgebers, Adressat kostspieliger Abmahnungen zu werden.

Sollten Sie Handlungs- und Anpassungsbedarf in Ihrem Webshop erkennen, helfen wir Ihnen bei der rechtssicheren Gestaltung und Anpassung an die ab 13. Juni 2014 geltende Rechtslage gern weiter.

Kontaktieren Sie uns hierzu unter mail@kvlegal.de.

Update: Streaming-Abmahnungen als Versuchter Betrug strafbar -- vom "Enkeltrick" des Internet-Zeitalters

Wie RiLG Ulf Buermeyer, ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundesverfassungsgerichts und Richter am Landgericht Berlin, in dieser juristischen Analyse für heise darlegt, sind die durch The Archive AG und die Rechtsanwälte Urmann + Collegen zig-tausendfach ausgesprochenen Abmahnungen gegen angebliche Nutzer der Streaming-Angebots RedTube versendeten Abmahnung wohl als versuchter Betrug (§§ 263, 23 StGB), als Nötigung (§ 240 StGB) und als Erpressung (§ 253 StGB) zu bewerten; The Archive AG und auch die federführenden Rechtsanwälte von Urmann + Collegen (soweit bekannt RA Thomas Urmann) hätten sich dann (zig-tausendfach!) strafbar gemacht. Entsprechende Strafanzeigen wurden bereits eingereicht.

Zwischenzeitlich hat auch das LG Köln auf die Kritik reagiert, vorschnell auf die gemeinhin als täuschend empfundene Anträge des RA Daniel Sebastian entspr. Auskunftsbeschlüsse erlassen zu haben. Einige Kammern des LG, die solche Beschlüssen erlassen hatten, lassen nun mitteilen dass sie die "inzwischen aufgetauchten Bedenken u.a. an der Ordnungsgemäßheit der Ermittlung der IP-Adressen für beachtlich halten" und dass "sie dazu neigen, an ihrer ursprünglichen Einschätzung nicht mehr festzuhalten und den Beschluss aufzuheben bzw. auszusprechen, dass dadurch der Anschlussinhaber in seinen Rechten verletzt wurde", vgl. Pressemeldung PM 19/13 des LG Köln vom 20.12.2013.

Verschiedene Kammern des LG Köln hatten schon gar keine entsprechende Auskunftsbeschlüsse erlassen, und die Anträge von RA Daniel Sebastian zurückgewiesen, u.a. mit der Begründung, dass in den Anträgen unklar bleibe, ob "eine Speicherung auf der Festplatte erfolgt oder ein Fall des Cachings oder Streamings vorliegt, bei dem streitig ist, ob hierdurch urheberrechtliche Vervielfältigungsrechte verletzt werden" und "die ordnungsgemäße Ermittlung der IP-Adressen nicht hinreichend glaubhaft gemacht" worden sei, vgl. Beschluss vom 02.12.2013, Az. 228 O 173/13 und Beschluss vom 17.10.2013, Az. 214 O 190/13.

Derweil ist im aktuellen Spiegel (Print-Ausgabe) ein interessanter Bericht zu den Vorgänge zu lesen, der auch deren Kehrseite beleuchtet: Rechtsanwälte, die sich darauf spezialisiert haben, Betroffene gegen Abmahner zu verteidigen und dabei nicht weniger standardisiert und effizient vorgehen, als die Abmahnanwälte -- einschließlich Formular-"Mandatenfragenbogen", großem und kleinem Vergütungs-"Paket" und "Ratenzahlungsanfrage"-Formular. Die dafür aufgerufenen Pauschalpreise liegen oft deutlich über den Forderungen der Abmahnanwälte. Bei der aktuellen Streaming-Abmahnwelle werden so z.B. 357,00 EUR bzw. 595,00 EUR für die Rechtsverteidigung aufgerufen, trotzdem überwiegend davon ausgegangen wird, dass an den Vorwürfen nichts dran ist, und die (wahrscheinlich unberechtigten) Forderungen der Abmahnanwälte bei deutlich niedrigeren 250,- EUR liegen.

Wenn Betroffener sich entschließen, im Fall der Streaming-Abmahnungen von U + C Rechtsanwälte einen Rechtsanwalt zu beauftragen, dann sollte die Auswahl des "richtigen" Rechtsanwalts auch diese wirtschaftlichen Gesichtspunkten berücksichtigen!

 

Update Streaming-Abmahnungen: einstweilige Verfügung gg The Archive AG

Nachdem bereits das LG Köln Zweifel an den Auskunftsersuchen geäußert hat, hat nun RedTube selbst eine gerichtliche einstweilige Verfügung bei dem LG Hamburg gegen The Archive AG erwirkt, die durch Rechtsanwälte Urmann + Collegen zig-tausende Abmahnungen gegen angebliche Nutzer von RedTube verschickt hat; demnach ist es Archive AG und U + C untersagt, weitere Abmahnungen auszusprechen / zu versenden. Dies ist ein starkes Indiz dafür, dass die (bisherigen) Abmahnungen bereits rechtswidrig und unberechtigt waren.

Vgl. hier:

http://www.fr-online.de/digital/porno-redtube-abmahnung-redtube-erwirkt-einstweilige-verfuegung,1472406,25702114.html

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Weitere-Abmahnungen-untersagt-Redtube-erwirkt-einstweilige-Verfuegung-2071578.html?from-mobi=1

"'herausragende persönliche, tiefgehende und gründliche Beratung’ in allen Fragen des Urheberrechts" (The Legal 500)

Wir freuen uns, dass uns nunmehr auch The Legal 500 für unsere Spezialisierung im Bereich Medien, Entertainment als eine der Top 20-Kanzleien in Deutschland empfiehlt:

"KVLEGAL konnte sich als Spin-Off von Hertin Anwaltssozietät seit Anfang 2012 schnell im Markt etablieren. Die Gründungspartner Urs Verweyen, der von Mandanten für seinen ‘ausgeprägten Geschäftssinn und die hervorragende Branchenkenntnis’ geschätzt wird, und der ‘bestens vernetzte’ Christlieb Klages bieten medienbranchenübergreifend ‘herausragende persönliche, tiefgehende und gründliche Beratung’ in allen Fragen des Urheberrechts. Die ebenso vorhandenen Litigationkapazitäten konnte man beispielsweise in diversen Nachvergütungsprozessen bei der Vertretung von Drehbuchautoren demonstrieren. Zum Mandantenportfolio gehören neben Interessenverbänden wie der AGDOK auch internationale Künstler, diverse Internetdienste und Filmproduktionsfirmen."

Wir bedanken uns bei unseren Mandaten für ihr großartiges Feedback und werden weiterhin alles tun, um das Beste für Sie herauszuholen!

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KVLEGAL erneut von JUVE als Top 50-Kanzlei empfohlen (Handbuch Wirtschaftskanzleien 2013/14)

Erneut führt uns JUVE für die Bereiche unsere Spezialisierung als eine der TOP 50-Kanzleien "Medien: Vertrags- und Urheberrecht" und "Rechtsgebiet TV, Film und Entertainment":

"Bewertung: Geschätzte Medienboutique, die sich 2 Jahre nach Gründung im Markt etabliert hat, nicht zuletzt durch ihr prominentes Verfahren zu virtuellen Videorekordern, das sie aber an JBB übergab. Darüber hinaus war KVLegal in weiteren gerichtl. Verfahren visibel, u.a für die AGDOK im Zusammenhang mit Verteilungsstreitigkeiten bezüglich der VFF-Klausel u. für mehrere Drehbuchautoren gegen Sendeanstalten wegen Nachvergütungsansprüchen. Die Entwicklung zeigt, dass die Kanzlei durch ihre Fokussierung auf das Urheber- u. Internetrecht auch wieder verstärkt von Mandanten aus der Filmbranche in Anspruch genommen wird. Für Letztere war Klages schon zu Zeiten ihrer vorherigen Kanzlei aktiv. Das dringend benötigte personelle Wachstum gelang durch die Einstellungen 2er Associates".

Christlieb Klages wird weiterhin als "Häufig empfohlen" geführt: "Häufig empfohlen: Christlieb Klages („technisch immer auf dem neuesten Stand, wirklich äußerst zufrieden“, Mandant; „sehr visibel im Markt“, Wettbewerber)"

Die JUVE-Bewertung erfolgt u.a. aufgrund umfangreichen Feedbacks von Mandaten und Kollegen: Ihnen allen unser Dankeschön, wir werden weiterhin Alles für Ihre Zufriedenheit und ein gute Zusammenarbeit tun!

PS: Mit dieser erneuten Aufnahme in die Riege der JUVE-Top 50-Kanzleien dürften wir zu den wenigen ausgewählten Kanzleien gehören, die seit Ihrer Gründung durchgängig in JUVE empfohlen werden! ;-)

Update Filesharing: Kein "fliegender" Gerichtsstand bei Filesharing-Klagen

Das AG Köln hat in einer Entscheidung vom 1. August 2013, Az. 137 C 99/13, dem sogenannten "fliegenden" Gerichtsstand in Tauschbörsenfällen eine Absage erteilt. Regelmäßig klagten bzw. klagen die Rechteinhaber und deren Anwälte bei Gerichten, von denen sie sich eine urheberfreundliche Beurteilung des Falles versprechen. Nicht selten wurden auch Gerichtsorte gewählt, die weit vom Wohnort des angeblichen Rechtsverletzers entfernt lagen. Möglich war dies, weil die Musik- und Filmdateien beim Filesharing im Internet technisch gesehen weltweit (und damit in der gesamten Bundesrepublik) zum Tausch angeboten werden und damit gem. § 32 ZPO grundsätzlich an jedem Gerichtsort in der Bundesrepublik verfolgt werden können. Das AG Köln lehnte eine pauschale Anwendung des § 32 ZPO ab und forderte einen besonderen Anknüpfungspunkt oder eine Sachnähe des Gerichts, die es im Fall aber verneinte. Der Gesetzgeber hat den von vielen Anwälten als misslich empfundenen "fliegenden" Gerichtsstand zwischenzeitlich ebenfalls deutlich eingeschränkt. Mit der Novelle des UrhG, die seit Anfang Oktober 2013 in Kraft ist, sind Klagen gegen Privatpersonen – wie meist beim Filesharing – ausschließlich an deren Wohnort zulässig, § 104a UrhG.

Bundesgerichtshof zu Tell-a-friend-Funktion auf Webseiten

Mit Urteil vom 12.09.2013, Az. I ZR 208/12, hat der BGH festgestellt, dass Unternehmen, die auf ihren Webseiten eine sog. Tell-a-friend-Funktion bereithalten, d.h. ihren Nutzern die Möglichkeit bieten, Dritten eine Empfehlungs-E-Mail zu schicken, wie für die direkte Zusendung von E-Mails haften. Das Gericht meint, dass eine solche Empfehlung unter Nutzern als Werbung für das Unternehmen anzusehen und diesem zuzurechnen sei. Es stelle eine Rechtsverletzung des Unternehmens dar, wenn die Empfänger einer Empfehlungs-E-Mail in die Zusendung der elektronischen Post nicht eingewilligt hätten.

webutation - online reputation management oder schlechte Bewertungen in Internetportalen

Täglich wenden sich Geschäftstreibende, Ärzte, Kaufleute und Dienstleister aller Couleur an uns mit dem Auftrag, Schmäh auf Bewertungsportalen zu bereinigen, die Mitbewerber oder argwillige Kunden in Form von negativen Kundenbewertungen hinterlassen haben. Oder es handelt es sich um unwahre Tatsachenbehauptungen, die ausschließlich gemacht werden, um der Reputation des Dienstleisters zu schaden. Wir haben Erfahrung auf dem Gebiet gesammelt und wissenschaftlich dazu veröffentlich (Von Zahnärzten und schlechten Restaurants - Rechtsfragen zu Bewertungsportalen im Internet. Der IP _ Rechtsberater 12/2012, 220ff., Klages / Rieger). Jeder liebt positive Bewertungen auf seinen Portalseiten, das Recht auf freie Meinungsäußerung ist zudem ein hohes Gut. Die Beseitigung negativer Bewertungen dagegen erfordert Kenntnisse verschiedener Rechtsgebiete, oft betroffen sind das Persönlichkeits-, Datenschutz- und Lauterkeitsrecht.

Ansprechspartner: Rechtsanwalt Christlieb Klages, Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz

 

Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken in Kraft

Lang erwartet: das "Anti Abzocke Gesetz" wurde nun verkündet im BGBl 2013, 3714 vom 08. Oktober 2013. Geregelt sind u.a.: Darlegungs- und Informationspflichten bei Inkassodienstleistungen. Danach sind dem Schuldner neben dem Namen des Gläubigers der Forderungsgrund sowie Angaben zur transparenten Darstellung der Zinsberechnung zu übermitteln, Ausführungen zur Vorsteuerabzugsberechtigung und zur Entstehung der etwaig geltend gemachten Inkassogebühren zu machen (§ 11a RDG). Für Anwälte finden sich die Neuregelungen in § 43 d BRAO. Auch im UWG gibt es Regelungen zur Verbesserung der Transparenz, der Verschleierung der Identität oder Verstößen gegen die Informationspflichten des § 6 TMG wird mit den Regelungen des § 7 Abs. 2 Nr. 4 UWG zu Leibe gerückt. Im UrhG sind nun die Voraussetzungen einer wirksamen Abmahnung geregelt und der Streitwert bei Ersttätern, wenn sie nat. Personen sind, auf 1.000,-€ beschränkt (§ 97a UrhG). Bei einer unberechtigten/unwirksamen Abmahnung kann der zu Unrecht Abgemahnte Kostenersatz für die aufgewandten Rechtsanwaltskosten fordern (97a Abs. 4 UrhG). In § 104 a UrhG wird der Gerichtsstand für Urheberrechtssttreitigkeiten, die vom Verletzer nicht im Zusammenhang mit einer gewerblichen oder der selbständigen beruflichen Tätigkeit begangen werden festgeschrieben auf den Wohnsitz des Verletzers. Gespannt erwarten wir die urheberrechtlichen Fortbildungsaktivitäten der Richter des AG Pusemuckel. Zudem ist festzuhalten, dass es einer kleinen Anzahl von Abmahnanwälten gelungen ist, den Gesetzgeber zu einer Regulierung der Abmahnvorschriften zu bewegen, die den Verletzten und den ihn vertretenden Rechtsanwalt hohen Haftungsrisiken aussetzt. Andererseits wird es den Medienanwälten Zulauf bescheren: Ein nicht auf das Urheber- oder Wettbewerbsrecht spezialisierter Anwalt wird in diesen Rechtsgebieten noch weniger als zuvor tätig werden, um sich nicht dem Vorwurf einer unwirksamen Abmahnung auszusetzen. Die Aufnahme des § 6 TMG in das § 7 Abs. 2 Nr. 4 UWG wird jedenfalls den UWG Anwälten neues Futter bescheren.

Christlieb Klages

Bewertungsportale - von Zahnärzten und schlechten Restaurants

so hieß er Vortrag von Christlieb Klages bei den Kölner Tagen für Urheber- und Medienrecht am 09.November 2012. Bewertungsportale erfreuen sich steigender Beliebtheit, positive Bewertungen führen zu Umsatzsteigerungen bei den begünstigten Unternehmen. Schlechte Bewertungen allerdings können Karrieren zerstören und zu sinkenden Umsätzen führen. Trotz des Einsatzes von Filtern gelingt es den Portalen nicht, fehlerhafte Bewertungen zu vermeiden. Legendär dabei das Hotel an der Kö in Düsseldorf mit dem hervorragenden Meeresblick. Andere Hotels dagegen müssen sich wehren gegen Bettwanzen und schäferhundgroße Milben. Bei Zahnärzten heißt es, dass Kronen nicht passten, die falsche Farbe hätten und der Einsatz allein den wirtschaftlichen Interessen des Zahnarztes geschuldet sei. Ein Schönheitschirurg musste über sich lesen, dass sich sein Patient nach der Operation bei Tageslicht nicht blicken lassen könne: Überall Dellen am ganzen Körper. In dem Vortrag wurde ein Überblick über die Rechtssprechung gegeben, die Ansprüche basieren dabei auf unterschiedlichen Gesetzen, den Regelungen des BGB, des UWG sowie des BDSG. Eine gekürzte Fassung erscheint im Dezember Heft, der IP Rechtsberater, 12/2012 in der Rubrik IP Beraterpraxis.

 

"Geschätzte Medienboutique" (JUVE 2012/13)

Wir werden in der aktuellen Ausgabe des JUVE-Handbuchs Wirtschaftskanzleien 2012/2013 für die Bereiche Medien, Technologie und Kommunikation als "Top 50"-Kanzlei empfohlen; RA Christlieb Klages wird von JUVE weiterhin als  Experte für den Bereich Media und Entertainment geführt:

"Bewertung: Geschätzte Medienboutique, die die ehem. Hertin-Anwälte Klages u. Dr. Urs Verweyen Anfang 2012 gründeten. Anders als die auf das IP-Recht konzentrierte Kanzlei Hertin fokussiert sich die neue Einheit ganz auf das Urheber- u. Medienrecht. Einen Namen machten sich die Gründungspartner v.a. an der Schnittstelle zum IT-Recht bei der Frage der urheberrechtl. Geräteabgabe, wo sie ihre langj. Dauermandanten weiterhin beraten. Stärker als in der Vergangenheit sind die Anwälte zudem vor Gericht tätig. Hier vertreten sie auch Einzelpersonen (v.a. Künstler u. Journalisten) urheberrechtlich.

Entwicklungsmöglichkeiten: Das Team gilt in seinem Bereich durchaus als etabliert. Personelles Wachstum wird allerdings nötig sein, um nachhaltig erfolgreich sein zu können.

Häufig empfohlen: Christlieb Klages („kluger Stratege, hervorragend vernetzt u. sehr pragmatisch“, Mandant)

Kanzleitätigkeit: Schwerpunkt auf urheberrechtl. Beratung, v.a. im Zshg. mit Geräteabgaben, Online-Videorekordern u. Haftung von Videoportalen, starke Schnittstelle zu IT- u. Internetrecht, auch gerichtl. Vertretung; Mandanten: Verbände, mittelständ. Computerhersteller u. -importeure, auch Vertretung von Künstlern, Journalisten u. Unternehmen im Presserecht. (2 Partner, 1 Associate)"

 

 

HANDSOFFME App für Android und iPhone veröffentlicht

Die APP trägt einem gesteigerten Sicherheitsbedürfnis Rechnung. Sie sichert Foto-Audiodateien und präzise Standortdaten auf einem Zentralserver und mobilisiert bis zu 6 Personen gleichzeitig als Helfer in der Not, etwa bei bedrohlichen Situationen, Verkehrs- oder Sportunfällen. Einsatzkräfte können umgehend aktiviert werden und die zentral gesicherten Daten dienen als Beweismaterial. Die APP wurde für iOS und Android Betriebssysteme entwickelt. KVLEGAL hat die APP auf Ihrem Weg von der Entwicklung bis zur Veröffentlichung rechtlich begleitet.

http://www.handsoff.me/Home.html

HandsOff.Me

Feuer unterm (Stadion-)Dach – Können personalisierte Tickets für Großveranstaltungen Gewalttäter fernhalten?

Wegen der jüngsten Ereignisse bei Fußballspielen, etwa des Stürmens des Spielfelds kurz vor Spielende durch Fans oder des Abbrennens sogenannter Bengalischer Feuer und des Zündens von Rauchbomben in den Fankurven, wird aktuell gefordert, personalisierte Tickets als Maßnahme gegen Gewalt in den Stadien einzusetzen. Die Idee ist im Sport nicht neu, bereits seit der Fußball-WM 2006 setzen FIFA und UEFA bei großen Turnieren und den europäischen Pokalwettbewerben auf personalisierte Eintrittskarten. Spätestens seit der vielbeachteten Tour von Take That in Deutschland im vergangenen Sommer ist das Phänomen personalisierter Tickets auch Musikfans bekannt, in der Presse und in Internetforen wurde es seinerzeit ausgiebig diskutiert.

Der ursprüngliche Hintergrund ist freilich nicht die Sicherheit: Den Veranstaltern geht es darum, ihre Preisvorstellungen durchzusetzen und Tickets nicht schon kurze Zeit später auf den einschlägigen Internet-Plattformen zu deutlich höheren Preisen - Aufschläge von 50–100% sind nicht ungewöhnlich - wiederzufinden. Die Veranstalter sehen ihren Ruf gefährdet, weil letztlich die überhöhten Preise auch ihnen zugeschrieben werden.

Vor allem im Bereich des Sports tritt der Sicherheitsaspekt hinzu. Das personalisierte Ticketing erlaubt den Veranstaltern, registrierte Gewalttäter von vornherein auszuschließen. Eintritt zum Fußballspiel würde nur denjenigen gewährt werden, deren Name auf der Eintrittskarte vermerkt wäre. Gewalttäter könnten schon keine Eintrittskarte kaufen, weil ihre Namen vom Veranstalter oder der Polizei gespeichert und gesperrt werden würden, auch mit Tickets von Freunden könnten sie nicht ins Stadion gelangen. Dem stehen die Interessen der Konzertbesucher und Sportfans gegenüber, eine Veranstaltung zu besuchen, ohne das "irgendwo" ihre Namen gespeichert werden, und die Karten kurzfristig, etwa wegen Krankheit am Veranstaltungstag, an Freunde oder Bekannte weitergeben zu können.

Wer als Veranstalter einer Großveranstaltung aus vorgenannten Motiven in Erwägung zieht, personalisierte Tickets auszugeben, muss sich einiger rechtlicher Aspekte bewusst sein. Beschränkungen bei der Weitergabe von Tickets sind durch die Personalisierung zwar in deutlich größerem Umfang möglich als bei normalen Eintrittskarten, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Veranstalters müssen aber die Interessen der Käufer zwingend berücksichtigen. Es hat sich als sinnvoll erwiesen, eine Umschreibungsmöglichkeit durch den Veranstalter selbst anzubieten oder – auch unter dem Aspekt der Verhinderung eines überteuerten Weiterverkaufs – eine offizielle "Weiterverkaufsbörse" mit entsprechenden Beschränkungen auf Preisaufschläge gleich mit anzubieten.

Zudem ist bei personalisierten Tickets schon der Kauf mit der Erhebung persönlicher Daten verbunden, sei es bei der Anmeldung im Internet, sei es unter Vorlage des Ausweises im klassischen Vorverkauf. Die Speicherung und Verarbeitung dieser Daten beim Veranstalter und ggf. bei Dritten, beispielsweise dem externen Sicherheitsdienst, der die Einlasskontrolle durchführt, erfordert die Einwilligung der Ticket-Käufer. Hier ist es notwendig, über eine entsprechend ausgestaltete Datenschutzerklärung die Nutzer zu informieren und datenschutzrechtlich für alle Beteiligten Transparenz und Sicherheit herzustellen.

Schließlich haben sich personalisierte Tickets auch als probates Mittel gegen den gewerblichen Weiterverkauf erwiesen. In der Rechtsprechung wird anerkannt, dass ein berechtigtes Interesse des Veranstalters besteht, den Graumarkthandel seiner Eintrittskarten zu verhindern. Hier bieten personalisierte Tickets den wesentlichen Vorteil gegenüber normalen Eintrittskarten, dass sich der Verbreitungsweg der Tickets vom Erstkäufer bis auf die Plattform des Graumarkthändlers lückenlos zurückverfolgen lässt.

Wird der Verkauf der personalisierten Tickets zudem vermehrt ins Internet verlegt, wie es der Veranstalter der Tour von Take That erfolgreich getan hat, ergeben sich Effizienzvorteile und erhöht sich die Nutzerfreundlichkeit, weil die Tickets kostengünstig nur als Datensätze mit Barcode verschickt werden und von den Käufern überall ausgedruckt werden können.

Ob sich durch personalisierte Tickets das Stürmen des Spielfelds oder das Abbrennen Bengalischer Feuer verringern lässt, bleibt fraglich, bei sorgfältigen Einlasskontrollen dürften personalisierte Tickets aber sicherstellen, dass registrierte Gewalttäter nicht mit Tickets Dritter Zutritt zum Spiel erlangen. Durch eine ausgewogene Ausgestaltung der vertraglichen Grundlagen des personalisierten Ticketkaufs ließe sich zudem vermeiden, dass friedliche Fans in Sippenhaft genommen würden.

Leistungen im Bereich Datenschutz und Datennutzung

Im Bereich Datenschutz und Datennutzung bieten wie folgende Leistungen (Beispiele):

  • Prüfung der Zulässigkeit der Erhebung und Verarbeitung personenbezogener und sonstiger Daten von Nutzern, Kunden, u.a. (Welche Daten darf ich erheben und verarbeiten? Wofür benötige ich die Einwilligung des Betroffenen? An wen darf ich gesammelte Daten weitergeben und für welche Zwecke darf ich sie verwenden?)
  • Prüfung der Nutzung und Einbindung von Google Analytics u.ä. und Empfehlungsfunktionen von z.B. Facebool ("Like") und google+, sowie andere sog. sozialer Netzwerke in Werbekampagnen, Marketingmaßnahmen und sonstigen Kommunikationsvorhaben
  • Entwicklung und Ausarbeitung von Strategien und Lösungen zur effektiven und effizienten Datennutzung im Rahmen der gesetzlichen Anforderungen; ggf. Abstimmung mit den Datenschutzbeauftragten der Länder und sonstigen zuständigen Behörden
  • Bedarfsgerechte Ausarbeitung und Überprüfung der vertraglichen Grundlagen (AGB, Nutzungsbedingungen, Datenschutzbestimmungen / privacy policies etc.) zur Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Nutzer- und Kundendaten Daten, insb. bei Datenverarbeitung durch einen anderen als den Vertragspartner des Kunden / Nutzers soll, z.B. durch ein anderes Unternehmen eines Konzernverbunds oder durch einen externen Dienstleister
  • Beratung und Ausarbeitung der vertraglichen Grundlagen zur Datenverarbeitung durch Dritte; Vertragsgestaltung bzw. Anpassung bestehender Verträge
  • Sicherstellung der wirksamen Einbeziehung von Datenschutzbestimmungen / privacy policies in die Nutzer-Verträge bzw. Nutzungsbedingungen, insb. bei bei Vertragsschluss über das Internet (elektronischer Geschäftsverkehr)
  • Laufende Überprüfung und Anpassung von Datenschutzbestimmungen / privacy policies etc. an die sich ständig ändernden rechtlichen Vorgaben, Änderungen der Rechtsprechung
  • Erarbeitung von Strategien zur Einbeziehung von Änderungen in den Datenschutzbestimmungen / privacy policies und Vertragsänderungen in bestehende Nutzungs- und Vertragsverhältnisse
  • Schutz personenbezogener Daten, restriktive Datenschutzgesetze, Recht auf informationelle Selbstbestimmung; Verteidigung gegen und Unterbindung von unberechtigter / nicht genehmigter / rechtswidriger Nutzung personenbezogener Date durch Dritte
  • Außergerichtliche und ggf. gerichtliche Durchsetzung datenschutzrechtlicher und wettbewerbsrechtlicher Ansprüche, insb. durch Abmahnung und gerichtliche Eilverfahren (einstweilige Verfügung, Abschlussverfahren) und Abwehr/Unterbindung der unerlaubten Nutzung und des Missbrauchs persönlicher Daten
  • Schutz vor Wettbewerberangriffen; insb. unverzügliche Abwehr von Angriffen durch Konkurrenten wg. Verstößen gegen datenschutzrechtliche Vorgaben u.ä.