Am Rande: Verspätung von Flügen (Entschädigung nach europ. Fluggastrechte-VO)

Wir reisen viel, zu spät kommen wir häufig. Aber wann muss eine Fluggesellschaft für die Verspätung aufkommen: wenn sie zu spät abgeflogen ist oder auch dann, wenn der Flug zu spät ankommt, etwa weil man den Anschlussflug wegenen einer Verspätung des Zubringers nicht erreicht? Der BGH hat die Frage dem EuGH vorgelegt und der hat nun ferstgestellt, dass die Fluggesellschaften wegen verspäteter Flüge „bei der Ankunft am Endziel eintreten müssen, Verspätungen deshalb auch „am Zielort des letzten Flugs beurteilt werden“ müssen. Bleibt zu vermuten, dass Anschlussflüge künftig nur mit großzügiger Zeitspanne zwischen Zubringer und Anschluss angeboten werden. Für unsere Mandanten haben wir in der Vergangenheit neben Schadensersatz (für Hotel, Taxi etc.) auch Entschädigungen nach der Europäischen Fluggastrechteverordnung erstritten. Die Ausgleichszahlungen betragen je nach der mit den betreffenden Flügen zurückgelegten Entfernung 250 Euro, 400 Euro oder 600 Euro je Passagier, sofern die Zahlungen nicht um 50% zu reduzieren sind, weil die Verspätung unter 4 Stunden bleibt – EuGH C‑11/11.