Fussball-Star dribbelt sich zum markenrechtlichen Sieg beim Gericht der Europäischen Union

Kurz vor der Fussball-Weltmeisterschaft konnte der argentinische Fussball-Star Lionel Messi bereits schon jetzt einen ersten Sieg einfahren. Das EuG hat mit Urt. v. 26.04.2018, Az. T-554/14 entschieden, dass Messi seine gleichnamige Marke für Sportartikel und Sportbekleidung eintragen lassen darf.

Zuvor hatte der Geschäftsführer eines spanischen Unternehmens, der unter seiner eingetragenen Marke „MASSI“ ebenfalls Sportartikel allerdings auf dem Gebiet des Radsports verkauft, Widerspruch gegen die Marke „MESSI“ eingelegt. Dem Widerspruch gab das EUIPO mit der Begründung statt, dass die dominierenden Elemente der Begriffe „MASSI“ und „MESSI“ in bildlicher und klanglicher Hinsicht nahezu identisch seien und eine etwaige Unterscheidung ggfs. nur von einem Teil der maßgeblichen Verkehrskreise vorgenommen werde.

Das EuG hat nunmehr die Entscheidung des EUIPO aufgehoben. Zwar sieht auch das EuG eine bildliche und klangliche Ähnlichkeit der beiden Begriffe. Allerdings werde ein wesentlicher Teil der maßgeblichen Verkehrskreise das Wort „MESSI“ mit dem berühmten Fussballer gedanklich in Verbindung bringen und daher das Wort „MASSI“ als begrifflich unterschiedlich wahrnehmen. Eine Verwechslungsgefahr konnte das EuG daher nicht erkennen, da ein durchschnittlicher Käufer von Sportartikeln den Fussballer als Person des öffentlichen Lebens aus den Medien kennt und somit den Namen „Messi“ automatisch mit dem argentinischen Superstar in Verbindung bringt.